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Longrun-Analyse im freien Training: Wer hat die beste Rennpace?

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Allgemein

Warum die Longrun-Analyse jetzt entscheidend ist

Jeder Trainer, der seine Piloten bis an die Grenze treiben will, kennt das Bild: ein Motor heult, das Fahrwerk knattert, das Team flüstert „Nur noch ein Blattchen“ – und plötzlich wird aus dem langen Sprint ein Sprint‑Marathon. Das ist der Kern der Longrun‑Analyse, ein Werkzeug, das im freien Training die Messlatte für die reale Rennpace setzt. Hier kein Zuckerschlecken, hier echte Daten, die den Unterschied zwischen Pole‑Position und Verpuffen ausmachen.

Messmethodik – wie wir die Eckzahlen kriegen

Erst einmal, die Telemetrie. 500 Hz, mehrere Sensoren, Datenstreifen, die länger sind als ein Formel‑1‑Rennstrecken‑Plot. Wir sammeln Rundenzeiten, G‑Kräfte, Traktionsverlust, Kraftstoffverbrauch und Luftdruck – alles simultan. Dann: der sogenannte „Längsschnitt“. Dabei wird jede Sekunde einer Serie von 12 Runden in ein Diagramm gepackt und verglichen. Ein kurzer Blick reicht, um zu sehen, wer den Reifen schneller verliert, wer die Motorleistung optimal ausnutzt. Und ja, das geht schneller als ein V8 auf Volllader.

Einfacher, aber gefährlicher Trick: die “Free‑Run‑Window”

Einige Teams setzen auf das „free‑run‑window“, das ist quasi der freie Platz im Zeitplan, in dem du ein komplettes Longrun‑Drehbuch spielst. Das klingt harmlos, ist aber ein Drahtseilakt. Ohne das richtige Timing lässt du deine Piloten im Quali‑Modus starten und hast keinen realen Renndruck. Der Trick: starte das Fenster, wenn das Wetter stabil ist, und gib dem Fahrer das Signal, das du im Training am Ende des 50‑Runden‑Sprints brauchst.

Wer dominiert gerade?

Wenn wir die Daten vom letzten Wochenende von formel1ergebnisse.com knacken, sieht man sofort: Team X hat die beste Rennpace, denn ihre Durchschnittsgeschwindigkeit über die letzten 12‑Runden liegt um 0,12 s unter dem Feld. Team Y, das mit den aggressiven Eröffnungsrunden punktet, verliert ab Runde 7 wieder deutlich an Tempo, weil die Reifen zu schnell überhitzen. Und das ist das, worüber wir reden: nicht die kurzfristige Höchstgeschwindigkeit, sondern die nachhaltige, über die komplette Runde hinweg gleichbleibende Geschwindigkeit.

Der Piloten‑Faktor

Ein Fahrer, der den Slip‑Angle bei 70 km/h hält, während er über die Kurve drückt, spart Kraftstoff, schont die Reifen und bleibt im Sweet‑Spot der Aerodynamik. Das ist kein Mythos, das ist messbare Rennpace. Unser Testfahrer in Team Z hat das bei den letzten 5 Laps mit einer Konstanz von ±0,03 s geschafft – ein Ergebnis, das jeder Engineer im Team jubeln lässt.

Die eigentliche Messlatte – wann ist die Rennpace gut?

Eine „gute“ Rennpace ist nicht per Definition ein Sprint, sie ist ein Mittelweg: du willst die schnellste Runde, die du ohne zu schalten, ohne zu bremsen, ohne das Auto zu stressen fahren kannst. Das bedeutet, du brauchst ein gleichmäßiges Delta von etwa 0,15 s zwischen den Runden, das über vier Runden hält. Weniger? Du hast das Maximum, mehr? Du lässt Potenzial ungenutzt.

Action‑Step für dein Team

Setz das Longrun‑Fenster an den trockensten Slot im Zeitplan, greif dir die Telemetrie, erstelle ein 12‑Runden‑Diagramm und markiere die Reifen‑Temperatur‑Kurve. Dann: vergleiche die Durchschnittsgeschwindigkeit mit dem „Sweet‑Spot“‑Benchmark von 0,15 s Delta. Wenn du das Ergebnis größer siehst, reduziere das Setup‑Druck‑Level um 2 psi und teste erneut.

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